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Wechseljahre: Symptome und Behandlung

Es gibt mehr als 34 Symptome in den Wechseljahren. Welche sind das und was hilft? ‭→ 

In den Wechseljahren der Frau – medizinisch auch Klimakterium genannt – ändert sich der Hormonhaushalt des weiblichen Körpers. Die Eierstöcke stellen weniger Sexualhormone her: Östrogen und Gestagen werden zunehmend weniger. Bis diese Umstellung abgeschlossen ist und sich der Körper an den neuen Hormonspiegel gewöhnt hat, vergehen im Schnitt fünf bis zehn Jahre.Symptome und Beschwerden in den Wechseljahren[Symptome]Der zunehmende Östrogenmangel zeigt sich durch viele Symptome, am bekanntesten sind Hitzewallungen und Schweißausbrüche, Schlafstörungen und Dünnhäutigkeit. Aber es gibt viele weitere, unbekanntere Symptome, die in den Wechseljahren auftreten. Dazu gehören: Brain Fog (Gehirnnebel) Konzentrationsprobleme Angststörungen und Depressionen stärkere Gesichtsbehaarung Gelenkschmerzen Herzrasen Reizblase, Harnwegsprobleme Schmerzen beim Sex und vaginale Trockenheit Haarausfall Gewichtszunahme, vor allem am Bauch Libidoverlust schmerzende Brüste (Mastodynie) Unabhängig davon birgt die hormonelle Umstellung durch die Wechseljahre langfristig gesundheitliche Risiken. Zu den bekanntesten gehört die Osteoporose (Knochenschwund). Außerdem geht mit dem fehlenden Östrogeneinfluss der Schutz der Blutgefäße vor Arteriosklerose und damit verbundenen Erkrankungen (beispielsweise Herzinfarkt und Schlaganfall) verloren. Frauen sind nach dem Klimakterium genauso herzinfarktgefährdet wie Männer, vor allem wenn sie erblich vorbelastet sind, rauchen oder fettreich essen.Die veränderte Hormonsituation wirkt sich auch auf Schleimhäute, Haut, Haare und die Figur (Gewichtsveränderungen) aus. Manche Frauen erleben extreme Zyklusschwankungen mit zum Teil sehr starken Blutungen und fühlen sich dann schlapp und antriebslos, umgangssprachlich empfinden sich viele als buchstäblich "blutleer".Nicht jedes Symptom sollte jedoch zwangsläufig als Wechseljahresbeschwerden eingestuft werden, vielmehr kann dahinter auch eine Erkrankung der Schilddrüse stecken. Entsprechend häufig bleiben Schilddrüsenfunktionsstörungen gerade bei Frauen im betreffenden Alter lange unentdeckt. Denn bestimmte Schilddrüsenerkrankungen treten bevorzugt in späteren Lebensjahren auf. So etwa eine Unterfunktion, die das eigene Abwehrsystem auslöst (Autoimmunthyreoiditis Hashimoto) oder eine häufig durch Jodmangel bedingte Vergrößerung der Schilddrüse (Struma) mit Knotenbildung (Knotenstruma). Wenn Sie an Informationen rund um die Wechseljahre interessiert sind, können Sie hier unseren kostenlosen Newsletter (einmal monatlich) abonnieren. Behandlung der SymptomeNicht alle Frauen benötigen eine Behandlung ihrer Wechseljahresbeschwerden. Allerdings können viele Symptome richtig behandelt gelindert werden. Eine passende Hormontherapie mit Östrogen und Progesteron kann vielen Frauen helfen und birgt entgegen früherer missgedeuteter Studien für die meisten Frauen geringe Risiken. Sie profitieren sogar langfristig davon, da das Herz und die Gefäße durch Östrogen geschützt werden. Für leichte Beschwerden sind oft pflanzliche Mittel ausreichend. Infrage kommen Mittel wie Traubensilberkerze, Mönchspfeffer oder Johanniskraut. Auch verschiedene Nahrungsergänzungsmittel werden Frauen in den Wechseljahren empfohlen, unter anderem zur Vorbeugung von Osteoporose. Dazu gehören: Vitamin D Kalzium Phytoöstrogene Omega-Fettsäuren Magnesium Gesunde Ernährung in den Wechseljahren[Ernährung]Was die leichten Beschwerden in den Wechseljahren angeht, so lassen sie sich manchmal durch eine Veränderung des Lebensstils lindern. Empfehlenswert ist moderate Bewegung, Entspannungstechniken und eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten, sofern der Darm Vollkorn verträgt. Denn auch der Darm wird durch das Absinken von Östrogen empfindlicher und irritabler. Pflanzliche Lebensmittel mit Phytoöstrogenen wie Soja und Hülsenfrüchten können den Östrogenmangel zu einem kleinen Teil ausgleichen.Daneben ist eine Reduktion tierischer Produkte empfehlenswert. Noch besser ist eine vegetarische Ernährung oder die Variante des Werktagsvegetariers, weil Vegetarierinnen weniger an Wechseljahresbeschwerden zu leiden scheinen. Nur beim Thema Rohkost sollte Vorsicht walten, denn durch den reduzierten Östrogenspiegel reagiert der Darm auf manches empfindlicher, was er zuvor problemlos verarbeiten konnte.Warum Bewegung in den Wechseljahren so wichtig ist[Sport]Sport in den Wechseljahren stärkt Muskeln und Knochen, wirkt somit Muskelabbau und Osteoporose entgegen, sorgt für Stressabbau und stabilisiert die Psyche. Außerdem senkt Ausdauersport das Risiko für Herzerkrankungen. Zugleich sollten Frauen in der Lebensmitte darauf achten, ihre Gelenke zu schonen. Ideale Sportarten sind beispielsweise  Radfahren, Nordic Walking, Schwimmen, Pilates und Yoga. Aber auch Kraftsport ist empfehlenswert, da sich die Muskelmasse in den Wechseljahren reduziert und Gelenke und Muskeln so gestärkt werden.Begriffe rund um die Wechseljahre[Begriffe] Klimakterium: Der medizinische Fachbegriff für die gesamte Phase des hormonellen Übergangs. Wechseljahre: Alltagssprachlich für das Klimakterium – also den gesamten Zeitraum der hormonellen Umstellung. Menopause: Zeitpunkt der letzten Menstruationsblutung. Bestätigt ist die Menopause erst, wenn danach 12 Monate lang keine Blutung mehr aufgetreten ist. Perimenopause: Die Übergangsphase um die Menopause: Sie beginnt einige Jahre vor der letzten Regelblutung und endet etwa 12 Monate danach. In dieser Phase treten viele körperliche Veränderungen und oft auch Symptome auf. Postmenopause: Die Phase nach der Menopause: Sie beginnt mit dem ersten Jahr ohne Regelblutung und dauert fünf bis zu zehn Jahre, individuell sehr unterschiedlich. Beginn und Dauer der WechseljahreFrauen in den Wechseljahren sind meist zwischen 45 und 50 Jahre alt; manche Frauen spüren schon ab 40 erste Änderungen beziehungsweise Umstellungen an ihrem Körper. Diese erste Phase nennt sich Perimenopause. Die letzte Menstruation (Menopause) haben Frauen durchschnittlich in den Industrieländern zwischen dem 50. und 52. Lebensjahr. Individuell kann die Menopause aber auch später oder früher eintreten. Tritt sie vor dem 40. Lebensjahr ein, sprechen Mediziner*innen von vorzeitigen Wechseljahren. Insgesamt zieht sich das Klimakterium über einen Zeitraum zwischen dem 45. und 60. Lebensjahr. Während sich der Hormonhaushalt entsprechend umstellt, können in den Wechseljahren verschiedene Beschwerden auftreten. Die Dauer der Beschwerden in den Wechseljahren ist von Frau zu Frau verschieden: Sie können nur sechs Monate anhalten, aber auch fünf bis zehn Jahre.Untersuchungen deuten darauf hin, dass starke Raucherinnen die letzte Blutung früher erleben als Nichtraucherinnen, ebenso Untergewichtige. Bei Frauen, die mit Antibabypille verhütet haben, ereignet sich die letzte Menstruation dagegen oft später. Statistisch gesehen sind Frauen heute vier Jahre später in den Wechseljahren als noch im vergangenen Jahrhundert. Als Grund sehen Fachleute vor allem eine gesündere Ernährung.Was sind die typischen ersten Anzeichen für die Wechseljahre? Was hilft gegen Beschwerden? Muss ich mich anders ernähren im Klimakterium? Alle wichtigen Informationen über die Wechseljahre lesen Sie hier.
Forrás:
Datum: 2013-04-23 06:12:02